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Wie Honig geschleudert wird

Wie Honig geschleudert wird

Das traditionelle slowenische Frühstück ist Brot mit Butter und Honig. Wir rühren Honig auch in den Tee, essen ihn bei Erkältung und süßen damit Gebäck. Er ist so selbstverständlich geworden, dass wir uns gar nicht mehr fragen, woher er eigentlich kommt. Dabei ist uns kaum bewusst, dass eine einzige Biene ihr ganzes Leben lang arbeitet, um 1/12 Teelöffel Honig zu erzeugen. Für ein ganzes Glas müsste eine Biene etwa 4 Millionen Blüten besuchen und eine Strecke von viermal um den Äquator fliegen. Doch zwischen der Biene auf der Blüte und dem Honig auf unserem Brot liegen noch einige Schritte.

Bienen auf einer Honigwabe

Auf der Blüte sammelt die Biene Nektar und speichert ihn in ihrer Honigblase, einem kleinen Beutel vor ihrem Magen. Dann fliegt sie zurück in den Stock und gibt den Inhalt in eine Wabenzelle ab. Ist die Zelle voll, wird sie mit Bienenwachs verdeckelt. Die Bienen sammeln sich an den Waben und fächeln mit ihren Flügeln, um für Luftzirkulation und eine ausreichend hohe Temperatur zu sorgen. So verdunstet möglichst viel Wasser aus dem Honig, und er kann reifen. Sind die Waben voll, werden sie aus dem Bienenstock genommen und das Wachs, mit dem die Bienen die Zellen verschlossen haben, wird mit einer speziellen Gabel entfernt. Danach kommen die Waben in die Honigschleuder, die den Honig durch Drehen herausschleudert – er fließt durch ein Sieb in einen Behälter. Die leeren Waben kommen zurück in den Bienenstock.

Frischer Honig

Manche glauben fälschlicherweise, dass wir den Bienen mit dem Leeren der Waben schaden, weil wir ihnen das Futter wegnehmen, für das sie so hart gearbeitet haben. Tatsächlich werden Bienenvölker bei einem Überangebot an Honig zu stark. Die Folge: Sie ziehen eine weitere Königin auf, und aus einem starken Volk werden zwei schwache. Ein Volk bleibt im Stock, das andere fliegt mit der neuen Königin auf der Suche nach einem neuen Zuhause davon. Solche Völker landen meist im Wald, wo sie wegen der schwierigen Bedingungen und des fehlenden Schutzes vor der Witterung oft nicht überleben. Deshalb ist es wichtig, den Bienen den überschüssigen Honig abzunehmen – am Ende der Saison bleibt aber immer genug im Stock, damit die Bienen einen Futtervorrat für den Winter haben.

Nach getaner Arbeit füllen wir den Honig in Gläser, versüßen uns damit den Alltag, tun unserer Gesundheit etwas Gutes und verwenden ihn in unserer Honigkosmetik.

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